Gesunde Ernährung - ein Menschenrecht?!
Manfred Scheffler, Geschäftsführer PlantaVis Gmbh
Unser Land ist in vielen Bereichen reformfällig. Mecklenburg-Vorpommern scheint mir ein Bundesland zu sein, welches offen ist für gesunden Menschenverstand. Dies ist meine große Hoffnung.
Als Bürger rede ich hier heute - nicht als Unternehmer.
Ich sage es einmal vorweg: der Staat sind wir Bürger und nicht die Regierung und die
Politiker. Die Regierung, also die Politiker, vertreten uns. Und zwar das, was die Mehrheit
möchte - nicht anders.
Ich sage dies, weil es viele Menschen vergessen haben. Wir müssen uns neu sortieren;
auch in der Demokratie, damit diese nicht weiter verkümmert.
Mitmachen zählt und nicht Zuschauen.
Und jetzt komme ich zum Thema: gesunde Ernährung.
Ich sage es einmal persönlich: das Leben ist herrlich, wenn wir gesund sind und wenn
wir Menschen es schaffen, gesund alt zu werden. Aber auch länger leben – dies ist mein
Ziel.
Wissen wir wirklich, was gerade los ist in unserem Land? Ich fürchte nein.
Deutschland ist pleite.
Krankenkassen sind im Prinzip pleite - 59 Milliarden Euro Schulden müssen irgendwie
ausgeglichen werden! Dabei könnte nicht nur die Bevölkerung um ein Vielfaches
gesünder sein. Und nicht nur körperlich - sondern unsere Volkswirtschaft könnte
gesünder sein.
Dies belegen eindeutig diverse Studien. Das Internet und Studienportale sind voll davon.
10 Milliarden Euro können allein durch gesunde Ernährung eingespart werden - und das
sind nur statistisch erhobene Zahlen.
Woran mangelt es nun? Es fehlt an Prävention, an einer gesünderen und aufgeklärteren
Lebensweise, aber erstrangig an gesunden Lebensmitteln. Keine Pestizide, keine
Fungizide, keine Herbizide.
Lebensmittel, die wie früher einmal mehr Wirkstoffe enthalten und nicht immer weniger.
Lebens-Mittel sind zum Leben da und sicher keine Genussmittel!
Schauen wir heute in die Supermarktregale: überwiegend finden wir Nahrungsmittel, wo
der Geschmack und das Aussehen eine wichtigere Rolle spielt. Zucker, Salz, Aromen
stehen vorn an.
Ungesundes Leben kostet unseren Staat 200 Milliarden Euro im Jahr – so der Public
Health-Index.
Jährlich schätzungsweise 11 Millionen Tote durch ungesunde Ernährung – schrieben
Forscher in „The Lancet“.
Es ist belegt, dass die Welt sich alleine mit Bio-Produkten ernähren kann - durch die
Studienquelle des Umweltinstituts München. Es muss demnach kein Mensch hungern.
Es gibt ebenfalls belegte Hinweise darauf, dass Menschen, die in der Nähe eines Feldes
leben, wo auf dem nahegelegenen Acker Pestizide etc. aufgebracht werden, deutlich
mehr an Krebs leiden. Quelle ist das Journal „Nature Health“ aus der Fachzeitschrift
„Nature Publishing Group“.
Wollen wir uns wirklich selbst vergiften?
Aber wer ist schuld? Die Wirtschafft oder der Verbraucher? Klare Antwort: der
Verbraucher lässt sich verführen.
Ich bin kein Mediziner, bin allerdings in der Lebensmittel-Branche unterwegs mit
Lebensmittel-Konzentraten.
Und man glaubt es nicht, was es alles an Gesetzen gibt.
Nur ein Beispiel ist „Novelfood“.
Die EFSA - Europäische Behörde – sagt uns, was wir Verbraucher essen dürfen - man
meint wohl, man müsse uns Verbraucher schützen. Alles, was vor Herbst 1997 nicht im
nationalen oder europäischen Verkehr ist, ist erst einmal verboten.
Die Wissenschaft ist durch die EFSA entmachtet - warum lässt man sich das gefallen?
Für mich ist Wissenschaft Wissenschaft.
Vielleicht bin ich da zu modern.
Auf den Punkt gebracht: die Health Claims Verordnung schreibt vor, was Unternehmer
zu den Produkten sagen dürfen und entscheidet, welche Studie richtig ist – heißt es
denn, dass alle anderen validierten Studien, nicht tauglich sind? Oder darf der
Verbraucher das bloß nicht wissen?
Ich meine, dass wir Bürger ein Recht auf Wissen haben müssen - und ich sage die
Wissenschaft darf sich das nicht gefallen lassen!
Das Thema geht weiter: Mediziner sind angetreten Menschen wieder gesund zu machen.
Und ich weiß, dass sie dies von Herzen tun!
Aber hat der Mediziner überhaupt Zeit dafür? Und hat er die entsprechende Ausbildung
dafür? Ich sage nein. Das Thema Ernährung wird nur beiläufig gelehrt. Gott sei Dank gibt
es heute Ernährungswissenschaften. Das gehört aber in ein Medizinstudium integriert.
Zum Glück werden immer mehr Mediziner auf das Thema „gesunde Ernährung“
zumindest aufmerksam.
Der Gesetzgeber in Deutschland und in dem Staatenbund EU will Bürokratie abbauen
und das „Wirrwarr“ abschaffen – doch das Gegenteil ist der Fall. Die EU hat 1.456
Gesetze allein in 2025 auf den Weg gebracht. In Deutschland sind Ende 2024 1.797
Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 11./12.06.2026 in Rostock
3
Gesetze vorhanden, mit 52.401 Einzelnormen sowie 2.866 Rechtsverordnungen mit
44.475 Einzelnormen.
Ich kenne keinen Menschen, der da noch durchblickt. Mir wird schwindelig dabei.
Ist das Absicht oder ein Steuerungsmechanismus für unsere Gesellschaft? Es fehlt mir
hier der gesunde Menschenverstand.
Nun in Stichworten: Wie kann man unsere Gesellschafft und unsere Volkswirtschaft gesünder machen?- Pestizide, Fungizide, Herbizide verbieten.
- Rückentwicklung von Lebens-Mitteln - es geht mit mehr Ertrag und Wirkstoffen. Das Zauberwort heißt URZEITCODE. Abgelaufene studienbasierte Patente haben es bewiesen.
- Landwirte wieder zu Unternehmern machen - keine Staatsdiener mehr.
- Mediziner besser ausbilden - in der Ernährungswissenschaft.
- Wüsten wieder zum Leben zu bringen. Nicht nur das Campus im Hunsrück beschäftigt sich damit - dies geht - man muss es nur machen - wie immer. Dies betrifft natürlich auch die Versteppung in unserem Land.
- Alkohol, Tabakwaren extrem teuer machen. Cannabis als Rauschmittel verbieten.
- Forschung unterstützen - und nicht bremsen.
- Subventionen streichen - Konzerne haben die eigene Kraft.
- Ideologien vergessen - einander unterstützen.
- Steuern gewaltig runterfahren - viel mehr Eigenverantwortung.
Ich möchte meinen Beitrag als Anregung zum Mitmachen verstehen und nicht zum
Zuschauen.
Unsere Köpfe hat der Schöpfer zum Sehen und Denken gemacht und nicht nur zum Konsumieren. Das Leben ist schön, und daraus sollte jeder ein aktives Dasein machen.
Ich mache das schon lange und weiter so - macht alle mit.
Eine Stiftung für die Förderung gesunder Ernährung ist in Vorbereitung
Vielen Dank.